Mozartausstellung 2006
(Albertina, Wien),
Entwurf: Aug. 2005 - März; Eröffnung: März 2006
| Programm: |
Ausstellungsarchitektur |
| Klient: |
Da Ponte Institut für Librettologie, Wien |
| Mitarbeit: |
Ines Fritz |
| bauliche Umsetzung: |
Franz Walder GmbH, Werkstätte für Raumgestaltung, Ausservillgraten |
| Größe/Fläche: |
2.000 m² |
| Budget: |
Gesamtkosten 5,5 Mill. Euro, Ausstellungsarchitektur 400.000,- Euro |
| Copyright Fotos: |
Gerald Zugmann / www.zugmann.com |
Korrespondierend mit dem kuratorischen Konzept, präsentiert die Ausstellungsarchitektur die nichtlineare Person Mozarts und dessen exzessives Schaffen im Kontext seiner Zeit und deren räumlichen Ausdehnung.
Die Dichte und Vielschichtigkeit von Informationen rund um die Wahrnehmung Mozarts werden mit jener Zeit des auslaufenden Rokokos am Übergang zur Aufklärung räumlich in Beziehung gesetzt, welche erst die Randbedingungen für die Entfaltung Mozarts musikalischer Kreativität geschaffen haben.
Die Einzigartigkeit Mozarts löst die Person von der Zeit und deren Umgebung, um dann doch immer wieder physikalische Berührungspunkte und Überschneidungen zu schaffen.
Aus diesen Gegebenheiten resultiert eine Vitrinenlandschaft in farblicher Anlehnung an das ausschweifende Rokoko des 18. Jahrhunderts, korrespondierend mit einem sich durch die gesamte Ausstellung durchziehenden Teppich des Künstlers Franz West, die eine Zuordnung von dreidimensionalen Objekten mit schräg gelegten Exponaten, vertikalem Bildmaterial bis zur dicht bespielten Wand ermöglicht. Phasen beschleunigter Wahrnehmung werden durch quer laufende Stakkati verdichtet, abrupte, scharfe Elemente brechen in fließende, ineinander übergehende Bereiche und kreieren eine Architektur mit Schwüngen und Kanten, Tiefen und dann wieder von schwebender Leichtigkeit.